Filmtipp

The Conjuring - Die Heimsuchung (2013)

Regie: James Wan | Genre: Gruselfilm | Länge: 112 Minuten | FSK: ab 16

Vor kurzem war es mal wieder soweit: Neues Horror-Futter kam auf dem Markt und da ich als begeisterter Fan nicht lange die Finger still halten kann, habe ich mir sofort James Wans "The Conjuring - Die Heimsuchung" gekauft. Was mich dabei erwartet hat und ob ich direkt neue Unterwäsche hätte dazu kaufen sollen, das erfahrt Ihr in diesem Review!

Gruseln oder Schocken?

James Wan ist lange kein unbeschriebenes Blatt mehr. Mit Filmen wie "Saw - Wessen Blut wird Fliessen?", "Dead Silence" oder "Insidious" hat er sich nicht nur in Amerika, sondern weltweit einen Namen gemacht. Horrorfilme sind sein Genre und das bemerkte man bei der Intensität, die er auf den Schirm bringt, ab der ersten Sekunde. Doch sieht man bei der Aufreihung der Filme, dass es sich nicht bloß um Horrorfilme handelt, sondern um eine ganze Palette verschiedener Subgenres. Als jemand, der all diese Filme bereits gesehen hat, habe ich mich auf das Schlimmste gefasst gemacht, das Licht ausgeschaltet und darauf gewartet, dass ich vom Sofa gescheucht werde - doch zu meiner Überraschung lief alles anders. Dazu aber gleich mehr.

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"The Conjuring" handelt von der wahren, aber vermutlich ausgeschmückten Story um Ed und Lorraine Warren. Die berühmt berüchtigten Dämonologen sorgten in den 50er Jahren für eine Menge Aufmerksamkeit, als sie anfingen, an Tatorten aufzutauchen und dort nach "außerweltlichen Aktivitäten" zu forschen. In James Wans Film greift dieser die Geschichte eines Vorfalles auf, welcher 1971 geschah: Die Familie Perron zieht gemeinsam in ein Haus. Alles ersparte steckt darin und die Familie ist glücklich. Ein richtiges Idyll, so wie man es sich selbst wünschen würde. Doch etwas trübt das unbeschwerte Glück: Etwas an dem oder in dem Haus ist eigenartig und lässt allen Bewohnern die blanke Panik spüren. Die Perrons wissen sich nur noch zu helfen, indem sie die Dämonlogen zur Hilfe rufen, doch haben wir es hier wirklich mit einem Spuk zu tun?

Durch die Vorerfahrungen, die ich mit James Wans Insidious gemacht habe, ging ich von vornherein davon aus, dass mich hier ein beinharter Schocker erwarten würde. Doch zu meiner Verwunderung saß ich hier nach langer Zeit mal wieder in einem richtigen Gruselfilm. Hier wird das Schocken keineswegs in den Vordergrund gestellt, eine beklemmend dichte Atmosphäre und eine hervorragend erzählte Geschichte bringen das schaurige Treiben immer weiter voran. Auch der Rest des Filmes kann überzeugen, egal ob Ausstattung, Cast oder Musik – hier hat man einfach den Nagel auf den Kopf getroffen und für die, die wirklich überzeugt werden wollen: Der Film hat so einige sehr interessante Wendungen und nimmt teilweise sogar die Züge eines richtigen Krimis auf!

Trailer

Christopher

Fazit:

Das habe ich schon wirklich lange nicht mehr gesehen! Fesselndes Gruselkino wird immer seltener und "The Conjuring" hat mich daran erinnert, dass es Filme solchen Schlages noch gibt. Ich wurde nicht nur hervorragend unterhalten, sondern daran zurück erinnert, wo dieses Genre seine Wurzeln hat. Ich empfehle jedem wärmstens, sich diesen Film alleine oder mit dem/r Liebsten anzuschauen. Hier ist Kuscheln und der eine oder andere Schauer vorprogrammiert!

Wertung: 9.0

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