Rückblick

Mein Sommer 2013: Piet

Ein sehr subjektiver Rückblick

Welch beinahe unerträglich heißes Wetter wir nun hinter uns haben! Der Sommer 2013 hatte es wirklich in sich, da fällt es einem wirklich schwer, sich auf die Couch zu setzen oder geschweige denn in der Freizeit noch an Artikeln zu werkeln. Zudem stellte sich bei mir noch eine berufliche Veränderung ein, durch die ich mein Schreiben auf CouchCastle leider etwas zurückstellen musste. Aber nun zu meinem Rückblick auf meine Unterhaltung des Sommers.

Film und Fernsehen

Wenn ich jetzt einen Rückblick auf den Sommer wage, denke ich an den Spaß im Kino mit Pacific Rim, bei dem mein jüngeres Ich nun auch endlich wieder auf seine Kosten kam. Eigentlich bin ich ja kein großer "Del Torro"-Fan, doch dank ihm hatte ich dieses Jahr tatsächlich noch einmal ein schönes Kino Highlight.

Darüber hinaus war tatsächlich auch etwas Zeit für eine recht sonnige Serie aus den USA: Arrested Developement. Sie ist nicht die jüngste oder unbekannteste, dennoch hatte ich bis vor ein paar Wochen noch nie davon gehört. Erst durch einen Freund ist mir die 1. Staffel in die Hände gefallen. Zu meiner Überraschung, freundete ich mich damit recht schnell an, vor allem weil wir hier noch Michael Cera (Scott Pilgrim gegen den Rest der Welt, Superbad) als jungen Teenager erleben dürfen.

Zudem konnte ich dank meinem Kumpel Dom in Drive und American Psycho in zwei Filme eintauchen, von denen mir immer wieder erzählt wurden. Während mich Ryan Gosling nicht komplett auf seiner unterkühlten Fahrt packen konnte, musste ich über Christian Bale als nackter Kettensägen-Mann in Turnschuhen und einem Gesicht wie von Barbies Ken herzhaft lachen und wurde positiv überrascht. Manchmal wundere ich mich aber, dass obwohl ich schon sehr viele Filme hinter mir habe, immer wieder neue Titel auftauchen, die ich lange verpasst habe. So dürfte mein sehr später Ausflug in Apocalypse Now Redux mein diesjähriges Highlight auf meiner Nachhol-Liste verzeichnen.

Die bisherige Krönung des Sommers war wohl der Sci-Fi Film Oblivion, der trotz eines Tom Cruise mit wunderschönen Bildern und einem fantastischen Soundtrack überzeugen konnte und entgegen meiner Befürchtungen und der Teils kritischen Rezensionen auch Story seitig sehr zufriedenstellend war. So machten bei mir dieses Jahr gleich zwei Sci-Fi Filme das Rennen, was mich sehr freut, da dieses Genre meiner Meinung in den letzten Jahren nicht ganz ausgereizt werden konnte. Ein "Prometheus" oder "Avatar" boten zwar auch schon gute Bilder, lösten bei mir aufgrund ihrer Handlung keine Freudensprünge aus.

Videospiele

Was die Konsole angeht, so ging ich aufgrund der überragenden Rezensionen zu The Last of Us davon aus, dass dies mein Sommerhit werden könnte. In der Tat haben Naughty Dog zwar wieder bewiesen, dass sie optische Schmankerl hinzaubern können, welche auch vom Gameplay her genügend Tiefe mitbringen, doch musste ich feststellen, dass das – vielleicht etwas zu lange – Abenteuer trotz der gelungenen Zutaten nicht den gravierenden Eindruck hinterlassen konnten, der mir prophezeit wurde. Vielleicht lag es daran, dass alles, was Richtung "Zombies" geht, mich nicht so richtig zu packen vermag, oder es sind die Charaktere, mit denen der Kollege Benny sich in seinem Review nicht vollends identifizieren konnte.

Dagegen war meine späte Begegnung mit XCOM: Enemy Unknown sehr unerwartet fesselnd. Geradezu süchtig lädt mich das Spiel fast täglich auf eine neue taktische Runde ein und schafft es auch auf längerem Zeitraum seine Wirkung nicht zu verlieren. Lange abseits der Strategie-Spiele unterwegs, fühle ich mich hier, als wäre ich heim gekehrt. Wer viel um die Ohren hat, dem kommt so ein Spiel doch mehr als entgegen. Auf die angekündigte neue Fassung des Spiels freue ich mich jetzt ganz besonders. Dennoch derzeit eine Schande, dass das Spiel nur auf iOS verfügbar ist, obwohl ich das zu gerne auf meinem Nexus 7 spielen würde.

Zu verdanken habe ich meine Begegnung mit den Außerirdischen primär dem PlayStation Plus-Abonnement. Nach langem Zögern bin ich nun auch von den monatlichen kostenlosen Spielen angetan und konnte dadurch auch das Adventure The Cave durchspielen, was im Multiplayer auch besonders gut geklappt hat.

Generell wird es diesen Herbst für mich auch mal wieder Zeit, mich einigen Indietiteln zu widmen. So kam ich auch endlich dazu, mir den Titel Hotline Miami anzuschauen, der zwar meine Geduld so ziemlich auf die Probe gestellt hat, gleichzeitig aber auch durch sein ungewöhnliches Spielkonzept fasziniert. Ein richtiges Fazit folgt aber noch, vorher muss ich noch ein wenig weiterspielen.

Wie auch mit den Filmen, habe ich auch im Spielebereich einige Klassiker nachzuholen. So kam ich endlich dazu, mich dem extrem gelobten J-RPG Chrono Trigger zu widmen, bei dem ich einfach nicht nachvollziehen kann, wieso uns das Spiel damals auf dem Super Nintendo in Europa vorenthalten wurde. Ein ausgezeichnetes Stück Software, welches durch seine Erzählstruktur über verschiedene Zeiten und sehr witzigen Charakteren auf Story-Ebene hierzulande gefeierte Titel wie Secret of Mana deutlich hinter sich lässt.

Musik

Musikalisch begleitete mich nun endlich erneut die New Wave Band Austra, welche diesen Sommer ihr heiß ersehntes zweites Album "Olympia" veröffentlicht haben. Sehr schnell schaffte es die Stimme der Sängerin Katie Stelmanis wieder Ohrwürmer zu hinterlassen.

Ansonsten blieben viele Nachfolger-Alben hinter meinen Erwartungen zurück... Ob Heaven Shall Burns "Veto", Kveletertaks "Meir", das neue Herr von Grau "Freiflug", Prinz Pis "Kompass ohne Norden" und K.I.Z. "Ganz oben" sind allesamt Nachfolger von Alben, die mich sehr lange begleitet haben, aber die mich diesmal weniger packen konnten.

Dagegen konnte die Band Ghost B.C. für meinen Geschmack ihr Debüt übertrumphen und  mit "Infestissumam" neben dem schon etwas älteren Soundtrack zum Musical "Tanz der Vampire" mein akustisches Sommer-Highlight ausmachen.

Outdoor

Der Sommer bietet ebenfalls gute Chancen abseits der Couch nach neuer Unterhaltung zu forschen. Eigentlich eher skeptisch, begab ich mich in eine Vorstellung von Tanz der Vampire, bevor es in Berlin nicht mehr laufen sollte. Mit Musicals konnte ich bisher nur bis zu einem gewissen Grad warm werden, doch der Besuch einer Stage Entertainment Show, sollte mir das Potenzial auf einem neuen Level aufzeigen.

Aufwendige Kostüme, ein ausgefallenes Bühnenbild mit tollen Tricks und ein eindringlicher Soundtrack konnten mir endlich klar machen, wie es dieses Medium zu dieser Popularität schaffen konnte. Zwar muss man hier etwas tiefer in die Tasche greifen, doch nach zig Stunden vor dem TV weiß man plötzlich wieder die Bühne zu schätzen.

Apropo Bühne: Mein langjähriger Traum, einmal den Herrn Helge Schneider live zu erleben, wurde mir durch ein nettes Geburtstagsgeschenk dieses Jahr erfüllt. In Hamburg bot der gute Helge sein Programm an, welches das "Helge-Gefühl" zwar gut traf, stellenweise aber durch einige Längen, in denen man das Gefühl bekam, dass ihm zwischendurch nichts mehr einfällt, ein wenig anstrengend wurde. Vielleicht lag es auch daran, dass ich langes Stehen nicht mehr gewohnt bin.

Piet

Fazit

Puh. Das war wohl der Sommer 2013... im Rückblick stelle ich nun fest, dass ich zwar im Gegensatz zu anderen Sommern mehr konsumiert habe, allerdings waren viele Dinge davon auf meiner "Nachhol-Liste". Aber dafür ist ein Sommerloch ja bekanntlich da! Jetzt heißt es langsam wieder nach vorne zu schauen, denn da warten nun wieder wilde Zeiten im Spiele-Bereich. Die neuen Konsolen sind bald da, ein neuer PC findet zu mir ins Haus und ein Blick auf Diablo 3 für Konsolen, GTA V und Windwaker für die Wii U versprechen sehr große Zeitfresser für diesen Herbst.

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