Videospiele

FUSE

Publisher: Electronic Arts | Genre: 3rd Person Shooter | Plattform: PS3, X-Box 360 | USK: ab 18

"Insomniac Games" hat wieder Nachschub für Euch. Nach der Resistance-Trilogie, die exklusiv auf der PlayStation 3 erschien, haben die amerikanischen Entwickler dieses mal ein Spiel für beide Lager: "Fuse." Das ganze ist ein 3rd-Person Shooter mit Duck-and-Cover System, Beispiele für ähnliche Spiele wären dabei die Xbox exklusive Reihe "Gears of War" oder das PlayStation exklusive "Uncharted"; doch durch ganz eigene Zutaten trennt sich "Fuse" ganz ganz klar von den Konkurrenten ab. Ob man hier die richtigen Zutaten gewählt hat oder Euch als Spielern die Kost versalzen hat, erfahrt Ihr in meinem kleinen Review.

Duck and Cover

Wie bereits erwähnt ist "Fuse" ein Shooter mit der gut bekannten "Duck and Cover" Spielmechanik, die durch Titel der letzten Jahre inspiriert worden ist. Doch im Gegensatz zu seinem großen Bruder "Gears of War" setzt man in "Fuse" auf mehr Persönlichkeit unter den Spielbaren Charakteren und auf die Möglichkeit deren Fertigkeiten zu verbessern. Zur Wahl stehen Euch jeweils zwei Männlein und zwei Weiblein - Jeder mit seiner persönlichen Waffe. Armbrust, Shieldgun und stärkere Geschütze sind dabei Eure Freunde.

Unter den Charaktern scheint alles zu Stimmen: Dialoge, Aufgabenverteilung und Zweck auf dem Schlachtfeld. So weit so gut, daran hinkt es noch nicht. Ins Stolpern kommt "Fuse" erst bei der Gegner KI und der holprigen Steuerung. So erwischen Euch Gegner teilweise nicht einmal wenn Ihr ihnen auf den Fuß tretet oder vor ihnen rumkrabbelt und das kann aufgrund der Steuerung schon mal vorkommen.

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Gemeinsam oder Allein

Wie bereits erwähnt lehnt sich "Insomniac Games" neuester Titel stark an einen sehr beliebten Titel an. Und genauso wie in dem Vorbild dürft Ihr auch hier Euren Spaß mit bis zu vier Leuten online erleben! Doch keine Sorge, auch die Spieler, die gerne neben ihren Freunden beim Zocken sitzen, kommen nicht zu kurz! In einem zwei Spieler Co-op dürft Ihr gemeinsam Gegner auseinander nehmen und die Welt retten. Das ganze macht dann nicht nur mehr Laune, sondern man vergisst auch sehr schnell die kleinen Patzer. Zwei sind nun mal immer besser als einer!

Für solche, die sich aber dann doch entscheiden sich in den Keller zu kuscheln und alleine zu Spielen gibt es Abhilfe: Ihr spielt nicht bloss mit hirnlosen NPCs, sondern dürft immer zwischen allen Charakteren aus Eurem Team wechseln, somit seid Ihr flexibel auf dem Schlachtfeld und könnt Euch mal mit jedem Charakter ein wenig warm spielen. Empfehlen tue ich dennoch die Variante für zwei oder vier Leute.

Urlaubs-Feeling

Auf den ersten Blick wirkt "Fuse" etwas trist, doch auf einem zweiten Blick hat man hier buchstäblich eine Flut aus Settings: Eisberge, Dschungel, Strände - das ist fast wie Urlaub. Diese sind zwar grafisch nicht das Maß aller Dinge, aber man gewöhnt sich auch nicht allzu sehr an die Umgebungen und halten deshalb zumindest den visuellen Eindruck immer frisch.

Leider kann auch das nicht von all dem ablenken, was Fuse verbockt hat. Alles in allem hinkt man hier hinter der Konkurrenz zurück. Hat die Entwicklung in die falschen Richtungen verlaufen lassen und war dem Anschein nach leider sehr uninspiriert, vielleicht doch mehr aus diesem Spiel heraus zu holen, besonders was die Story angeht. Diese ist so trivial, dass es nicht mal von Wichtigkeit war, sie auf die Rückseite des Spieles zu schreiben. Kürzen wir es zusammen: Ihr seid Agenten, die guten und Ihr müsst die Welt vor dem Bösen retten. Das reicht Euch nicht? Muss es aber, denn sehr viel mehr bekommt Ihr von "Fuse" nicht vorgesetzt.

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Level- und Spieldesign

Wie man anhand der Ratchet & Clank oder Resistence-Serie des Studios erkennen kann, herrschen bei diesem Entwickler besondere Vorlieben und Kreativität in der Waffengestaltung. Auch in Fuse wurde versucht wieder einiges davon zu bieten. Neben der Standard-Palette können die einzelnen Charaktere noch spezielle Waffen einsetzen, die sich auch modifizieren lassen.

Leider hilft das meiste nicht aus, die endlos langen Kämpfe und schlichte Missionsstruktur soweit aufzupeppen, dass die Gefechte in Fuse in leidenschaftlicher Erinnerung bleiben.

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FUSE Trailer

Christopher

Fazit

Alleine werdet Ihr nicht viel Spaß an "Fuse" haben, dafür bemerkt man zu sehr, dass hier nicht gut nachgemacht, sondern eher schlecht abgekupfert wurde. Schade, denn das ist man normal nicht von "Insomniac Games" gewöhnt. Zwar haben sie mit ihrem 3rd Person Shooter vieles richtig, aber doch mindestens genauso viel falsch gemacht. So bleibt Fuse am Schluss leider doch bloss 0815-Shooterkost, die man sich höchstens im Co-op geben sollte. Ich freue mich dennoch auf neues aus dem Hause "Insomniac Games".

Wertung: 6.2

Fuse gibt es bei allen Multimedia-Anbietern und im Internet zu bestellen.

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