Review

PunchQuest

Entwickler: RocketCat Games | Genre: Arcade-Prügler | Plattform: iOS, Android

Punch... Quest!!!

Oh nein! Es ist also schon soweit mit uns gekommen: Wir schreiben über ein 74 Cent-Spiel für Smartphones und Tablets!

Und aus gutem Grund: Weil es mich ärgert. Da denkt man sich noch anfangs: "Hey, sieht doch total witzig aus – da kann man doch bei dem Preis nicht viel falsch machen". Kann man eben doch, zumindest, wenn es nach mir geht.

Ihr spielt einen Avatar und habt anfangs zwei virtuelle Tasten, mit denen Ihr entweder einen Uppercut oder einen Dash-Punch ausführen könnt. Laufen tut Euer Kerlchen von alleine und auf dem Weg begegnen Euch allerlei Monster, welche darauf warten, verprügelt zu werden. Schätze können natürlich auch geborgen werden, außerdem hat der Uppercut manchmal eine Sprung-Funktion, die hilft, alternative Routen einzuschlagen. Ihr lauft so lange, bis Eure Energie bei Null ist – im Anschluss ist die Runde vorbei und Ihr werdet in Form von Belohnungen für Mini-Aufträge wie "Kille x-Gegner" ausgezeichnet.

Aber am Ende bekommt Ihr nur kleine Apetitthäppchen und die Einstiegsdroge: Punchies. Damit könnt Ihr nämlich Euren Avatar im Shop mit neuen Fähigkeiten, Accessoires und Funktionen ausstatten, welche die nächsten Level-Wiederholungen verlängern sollen. Anstatt dass man etwas lernt oder seine Fähigkeiten verbessert, geht es nur darum, Euch den Kauf von Punchies als Ingame-Purchase schmackhaft zu machen. Wer dies nicht tut, wird auf die Geduldsprobe gestellt und darf das Spiel immer wieder wiederholen und mühevoll Punchies sammeln.

Trailer

Piet

Fazit

Hier habe ich wirklich nicht das Gefühl, dass die Macher mit großer Leidenschaft vorgegangen sind. Klar muss sich die Entwicklung bezahlt machen, aber dieses Spiel wirkt wie eine Zusammenfassung aller zuletzt erfolgreichen Casual-Games Elemente. Allein mit dem Pixellook die richtigen Spieler ansprechen zu wollen, aber dann mit ihrer Ingame-Purchase-Aktion und dünner GamePlay-Herausforderung zu kommen, hinterlässt bei mir einen faden Beigeschmack. Da gibt es für mich nur eines: Runter damit und pfeif auf die paar Cent, bevor ich noch anfange Punchies zu sammeln.

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