Review

Frankenweeniee (2012)

Produktionsland: USA | Genre: Stop-Motion Animation | Altersfreigabe: FSK 12

Wer von uns kennt es nicht, einen geliebten Menschen oder ein geliebtes Haustier zu verlieren? Wer von uns hat es sich nicht gewünscht, den Verlust rückgängig zu machen? Genauso ergeht es dem jungen Hobby-Regisseur "Victor Frankenstein" auch, nachdem ihm sein über alles geliebter Hund "Sparky" genommen wurde. Auf der Suche nach einer Lösung des Debakels "Tod" bringt ihn sein Naturwissenschaftslehrer auf eine Idee, mit der es ihm gelingt, seinen Hund ins Leben zurückzuholen, wird dabei aber von seinem Schulkameraden "Edward Gore" beobachtet. Und dass auch noch mit schlimmen Folgen: Im Rahmen eines Naturwissenschaftswettbewerbs beginnen plötzlich weitere Schüler die Formel zur Reanimation zu verwenden. Doch was passiert, wenn man sein eigenes Projekt nicht liebt?

Düstere Familien-Unterhaltung

Tim Burton ("Sleepy Hollow", "Edward mit den Scheren Händen"), der Meister der kuntergrauen Filmwelt, hat sich mit "Frankenweenie" einen kleinen Wunsch erfüllt und seinen gleichnamigen Kurzfilm "Frankenweenie" aus dem Jahre 1984 noch einmal in ein neues Gewand gehüllt. Schön für ihn und gleichzeitig ein Flop für Disney, denn der Film, der mit einer Produktion von 39 Millionen Dollar zu Buche schlägt, hat gerade einmal 50 Millionen Dollar wieder eingespielt. Das ist natürlich schade, gerade in anbetracht der Tatsache, dass das Stop-Motion Kino leider noch viel zu wenig Anklang findet. Ich für meinen Teil bin mit "Frankenweenie" voll auf meine Kosten gekommen: Ulkig charmante Charakter, eine Story die gleichzeitig jedermann anspricht und den kleinsten unter uns einen kleinen Einblick in das Thema "Tod" gibt. Liebevoll gestaltete Animationen, die immer wieder den Hang zum Detail von Tim Burton aufweisen. Schwarz getränkter Humor, der sowohl Erwachsene als auch Kinder ein Lächeln auf das Gesicht zaubern dürfte.

Zu guter Letzt bleibt die Moralfrage für jeden Menschen die gleiche: Wann ist es Zeit loszulassen? All das, zusammengewickelt in dem bekannten Stil von Burton, verspricht einen Abend voller Spannung, Spaß und Herz.

Frankenweenie Trailer

Christopher

Fazit:

Tim Burton hat mit diesem Film vielleicht Disney enttäuscht, doch mich hat er erneut von seinen Fähigkeiten überzeugen können. Seine Idee vom Konzept bis zur Visualisierung sucht seinesgleichen und sein unverkennbarer Stil ist unsterblich. Durch Filme wie Paranorman, "Coraline" oder auch "Frankenweenie" wächst in mir immer mehr die Hoffnung, dass mehr Stop-Motion Filme für jung und alt produziert werden – mit einem Schuss "Grusel" versteht sich. Ich wurde durch "Frankenweenie" hervorragend kurzweilig unterhalten und ich kann ihn jedem aufgeschlossenen Filmfan für den nächsten Abend wärmstens empfehlen.

Meine Wertung: 7.5

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