Comic

Comicverfilmungen: Meine Dauerbrenner

Viele kennen sie, viele lieben sie und heutzutage kommt man kaum noch drum herum: Comicverfilmungen. Als riesiger Fan verschlinge ich jährlich mehrere dieser Filme und das im seltensten Falle nur einmal. Natürlich kristallisieren sich aus dieser Flut an Filmen kleine Highlights und Favoriten heraus. Ich möchte Euch heute meine persönlichen Lieblinge präsentieren und Euch, mit ein paar netten Worten zu den einzelnen Filmen, ebenso für das Genre begeistern oder auf den einen oder anderen, noch nicht Gesehenen, aufmerksam machen.

Düster: Nolans Batman Reihe

Schon lange kein Geheimtipp mehr: Christopher Nolans Batman. "Batman Begins", "The Dark Knight" und "The Dark Knight Rises" sind ein einzigartiges Epos, das seinesgleichen sucht. Nicht krampfhaft auf die Comics ausgelegt, transportiert Nolan "seinen" Batman in die Realität und zieht damit die Zuschauer in sein ganz eigenes Universum. Brachiale Action, eine verdammt gut aufgebaute Geschichte und charmante Charaktere treiben das Geschehen immer weiter voran und bringen die Trilogie zu einem befriedigendem dramatischen Ende. Als Fan oder auch Liebhaber der Reihe findet auch jeder seinen eigenen Favoriten. Das ist gar nicht verwunderlich, denn jeder einzelne der drei Filme hat seine ganz eigenen Einflüsse und dementsprechend eine andere Optik. Für mich persönlich gibt es keinen besten Teil der Reihe. Für mich wurde nach dem Abschluss der Filme die Trilogie zu einem einzigen Meisterwerk, das man als einen sehr guten und sehr langen Film anerkennen kann. Und auch wenn viele an der einen oder anderen Ecke mosern, hat mir das niemals den Spaß an dem Gesamtwerk genommen. Für mich hat Christopher Nolan eine Welt erschaffen, die es so nur einmal in der Welt der Comicverfilmungen geben wird.

Technisch versiert: Iron Man Reihe

Marvels Versuch eines großen Comicfilm-Universums ist meiner Meinung nach bloß durch eine Figur geglückt: Tony Stark aka Iron Man, der Mann in der eisernen Rüstung, der nur durch den Mann, der in seine Haut schlüpfte, so groß werden konnte: Robert Downey Jr. Der charismatische Milliardärs-Playboy mit dem Alkoholproblem und dem ruhigen Händchen war von vornherein nicht bloß eine Rolle. Robert Downey Jr. ist Iron Man. Zumindest hat er es durch seine Ausstrahlung geschafft, genau das jedem weiß zu machen. Die Filme selbst haben eine gelungene Comic-Ader, die nicht zu sehr ins abstruse abdriftet. Ein schönes Gemisch aus Humor und Action und vor allem eine schöne Verkettung zu dem Zusammentreffen der "Avengers". Doch die Filme sind keinesfalls fehlerlos. Sie sind teilweise sogar etwas kantig, doch sie sind genau das Richtige, um sich einfach einmal gemütlich zurückzulehnen und der Logik für einigen Stunden zu entsagen. Popcorn, ein Paar Bier und Man(n) fühlt sich pudelwohl, wenn er den Rotstift für einige Stunden liegen lassen kann (Mehr dazu in meinem Review zu "Iron Man 3".).

Fantastisch: Hellboy & Hellboy 2: Die Goldene Armee

"Del Toro" - der Mann mit dem Händchen für außergewöhnliche Geschichten und noch außergewöhnlichere Welten. Wenn man so will, der perfekte Mensch, den man an die Filme rund um den Charakter "Hellboy" gelassen hat. Fantasievoll geht es hier zur Sache: Ein roter Brocken von einem "Mann", der Katzen liebt, Zigarre raucht und mehr Essen kann, als er selbst zu Wiegen scheint. Das ist "Hellboy"! Doch das wichtigste blieb dabei noch unerwähnt: Hellboy ist ein teufelsähnlicher Dämon, der auf die Erde geschickt wurde, um als Waffe gegen die Menschheit eingesetzt zu werden. Doch durch die Erziehung seines irdischen Ziehvaters ist Hellboy doch beinahe menschlicher geworden, als es einem lieb ist. Gemeinsam mit einem ungewöhnlichen Team unterschiedlichster Charaktere und vor allem Rassen macht sich der rote Riese auf, um Fälle zu klären, der den Menschen verborgen bleiben. So kämpft er Schlachten gegen Rasputin und seinen dunklen Machenschaften oder findet sich auf Untergrundmärkten wieder, die inmitten der Gassen von New York verborgen liegen. Komik, einen netten Klacks Action und interessante Charaktere machen dieses Comicfilm-Universum zu einem der besten seiner Art. Ich kann bloß hoffen, dass Del Toro – sobald es geht – einen dritten Teil in Angriff nimmt.

Monster Action: The Avengers

Hier geben sich alle die Hand: Grüne Gamma-Monster, 30er-Jahre-Kriegsveteranen, die als Eisblock endeten, gut ausgebildete Spione mit Spezialausrüstungen, göttliche Goldlöckchen mit großen Hämmern und natürlich der einzig wahre: Iron Man! Gemeinsam ergibt das Die Avengers. Mit einem großen Star und vorallem Superheldenaufgebot hat Marvel es geschafft, Millionen von Zuschauern in die Kinosäle zu locken. Dafür war jedoch nicht die mehr oder weniger Interessante Story verantwortlich, sondern viel mehr die Gewissheit, dass hier der Bär steppen wird. Alle gefühlten 20 Minuten explodiert irgendetwas. Alle paar Minuten kommt ein netter Dialog, der vor Humor nur sprüht, und den gesamten Film über kann man seinen persönlichen Helden ausfindig machen. "The Avengers" schaffte es jedoch nicht aufgrund der aufgeführten Fakten in diese Liste, sondern viel mehr dank des gelungenen Projektes, viele Helden auf einen Screen zu bekommen und das nicht in einem völligen Desaster enden zu lassen. Streng genommen ist Avengers ein geiles Stück Popkornkino mit witzigen, actionreichen Szenen und einem Haufen Helden. No Brainer at its best!

Für Erwachsene: 300, Blade, Constantine, Watchmen & Co.

Obwohl Batman schon einen düsteren Unterton hat, gibt es da immer noch die Hardliner, die dem jungen Publikum verwehrt bleiben. Und das aus gutem Grund: Explizite Gewaltdarstellung und erwachsenere Themen sind hier gang und gäbe. Zu diesen gesellen sich die oben aufgeführten Filmtitel und der Vollständigkeit halber noch "V wie Vendetta" oder auch der mit Johnny Depp besetzte Film "From Hell". Bei diesen Comicverfilmungen wird aus dem Popkorn schnell mal 'ne Hand voll Erdnüsse oder ein harter Müsliriegel – halt etwas für "echte" Kerle. Während sich Filme wie "Sin City", "Blade" oder auch "Constantine" aus dem Comic "Hellblazer" immer noch auf einer comicartigen Ebene befinden, zeigen sich "300", "V wie Vendetta", "Watchmen" und "From Hell" eher auf einer noch düsteren Ebene: der Realität. Umgedichtete oder auch leicht überspitzte Vergangenheits- oder "Orwellsche" Zukunftsgeschichten sind hier gefragt und gern gesehen. Hier sind Sex, Gewalt und wahre Worte gefragter, als coole One-Liner oder humorgetränkte Dialoge (ausgenommen "300"). Für die Menschen, die es eben etwas schlagfertiger und "echter" haben wollen, sind die Filme in diesem Abschnitt absolute Pflicht.

Noch immer nicht genug?

Hier sind noch einige nennenswerte Comicverfilmungen, die keinem entgehen sollten, die bereits in Artikeln von mir verewigt wurden: Scott Pilgrim gegen den Rest der Welt: humorvoller Actioner für Gaming-Nerds und surreale Romantiker. Kick Ass: Bunt, brutal, irrwitzig und noch viel mehr als das.

Den solltet Ihr im Auge behalten:

Christopher

Zum Abschluss

Ich hoffe, Euch gefiel mein heutiger Ausflug in die Welt der Comicverfilmungen. Für beinharte Fans des Genres sollten heute nicht sonderlich viele Titel gefallen sein, die sonderlich aufregend oder unbekannt waren. Diese Liste ist eher etwas für Einsteiger oder interessierte Leser, die einmal ihren Filmgewohnheiten entfliehen wollen. Habt Ihr dieser Liste noch etwas beizufügen, wollt Ihr mir Beipflichten oder vielleicht widersprechen? Dann tut das bitte unten mittels der Kommentarfunktion. Ich freu mich darauf.

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