Review

Obey the Brave - Young Blood

Albumtitel: Young Blood | Genre: Hardcore | Label: Epitaph Records

Ein frischer Wind weht durch die Hardcore-Szene. "Obey the Brave" nennt sich die stürmische Kombo, die sich aus dem ex-"Despised Icon"-Frontmann Alex Erian und den beiden ex-"Blind Witness"-Gitarristen John Campbell und Miguel Lepage zusammensetzt. Verstärkung kriegen die drei Hochkaräter durch den Gitarristen Greg Wood und dem Drummer Steve Morotti. Gemeinsam brachte das Gespann bereits im März diesen Jahres eine EP auf den Markt, die als Download und Vinyl erschien, um den neugierigen Hörern schon einmal einen Vorgeschmack auf das zu geben, was uns am 28ten August erwarten würde.

Rythmus rauf - Härte runter

Ab den ersten Takten von "Young Blood" bemerkt man als treuer Hardcore-Hörer, dass sich "Obey the Brave" stark von den Wurzeln abhebt. Während "Despised Icon" und "Blind Witness" eher in der  Deathcore-Sparte angesiedelt waren, begibt sich das fünfköpfige Gespann eher auf die "ruhigere" Hardcore-Schiene. Songs wie "Self Made" oder "Early Graves" bestechen durch ihre eher ruhigere Natur, nach denen man entspannt mit dem Kopf wippen und nicht, wie so häufig, mit dem Kopf zu wackeln bis die Stirn pocht. Wer aber gerne einen verspannten Nacken und ein erschüttertes Gehirn haben möchte, der wird mit "Young Blood" voll auf seine Kosten kommen. Denn "Obey the Brave" scheinen wahre Breakdown-Meister zu sein! Kaum ein Song kommt ohne dumpfe Bassläufe und knatternde Drumparts daher. Bei den Titeln "Live and Learn" und "It Starts Today" bin ich mir sicher, dass kein Kopf der senkrechten auf und ab Bewegung widerstehen kann.

Klein aber Oho?!

Jeder Spaß nimmt einmal ein Ende, so auch "Young Blood". Nach 9 Tracks, einem Intro und einem kurzen Instrumental hat sich das Album auch schon bis zu seinem Finale gespielt. Insgesamt beträgt das eine Lauflänge von 33 Minuten, was natürlich nicht viel ist, jedoch wird hier seitens der Band richtige Qualität geboten und so erfreut man sich eher an einem guten Album, als an der Länge zu mäkeln. Das Album selbst kommt ebenfalls schön daher. Das Artwork ist hervorragend gestaltet und ist konsequent durchgezogen. Das Inlay ist mit den Texten bestückt und wartet nur darauf, begutachtet und nachgegrowlt zu werden! Am Ende bleibt von "Young Blood" ein guter gesamt Eindruck. Man lässt sich anscheinend gerne ein wenig Luft nach Oben.

Hörprobe

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Christopher

Fazit:

"Obey the Brave" haben sich mit "Young Blood" einen kleinen, aber sicherlich sehr schweren, Grundstein gelegt. Technisch ist dies hier alles erste Garnitur und muss sich vor keiner der etablierten Hardcore-Bands verstecken. Jedoch wäre neben der Laufänge noch ein wenig mehr Abwechslung schön gewesen. Doch diese eher nebensächlichen Mängel sind schnell vergessen, wenn man die Qualität der Musik in vollen Zügen genießt.

Wer bereits in den Genuss von "Obey the Brave" gekommen ist und nicht genug bekommen kann, der sollte sich  die diesjährige "Never Say Die"-Tour nicht entgehen lassen! Neben "Obey the Brave" werden "We Came As Romans", "Blessthefall", "The Browning", "Stick to your Guns" und weitere Genregrößen auftreten. Bei Interesse schaut einfach auf der Facebook Seite oder direkt auf der Impericon Seite, auf der Ihr Euch direkt Karten für das Spektakel kaufen könnt, vorbei!

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