Review

Kick-Ass (2010)

Produktionsland: USA | Genre: Action/Komödie | Altersfreigabe: FSK 16

Wie aus dem Berufswunsch eines gelangweilten Jugendlichen, eine der erfolgreichsten Comic Serien wird, das ist schon eine merkwürdige Geschichte. Doch um Euch einen kurzen Einblick zu gewähren, wie es zu Kick-Ass kam, hier eine knappe  Zusammenfassung: Mark Millar, Autor des Comics Kick-Ass, wird im Jahre 1969 in Schottland geboren, behütet und ohne viel Trubel. Zu seinen Hobbys zählt gemeinsam mit seinen Freunden Comics zu lesen, doch das Lesen alleine wird ihm irgendwann zu langweilig. Schluss mit dem Phantasieren. Mark will ein Superheld sein und so beschließt er, gemeinsam mit seinen Freunden, ein Held zu werden. Sie trainieren im Fitnesscenter, sie basteln sich Kostüme, sie geben sich Namen, doch zum Einsatz kommt es nie. Statt Superheld wird der erwachsen gewordene Mark Autor und der Rest ist wie man so schön sagt, Geschichte.

Wer Arschtritte verteilt, muss Einstecken können

Einmal ein Superheld sein. Wer hat nicht schon einmal daran gedacht? Kostümiert für das Gute einzutreten, etwas zu riskieren und dem Bösen auf der Straße die Stirn bieten. Dieser Gedankengang beschäftigt Dave Lizewski, als er einmal wieder mit seinen Freunden in einem Comicladen sitzt und durch die neuesten Abenteuer von Spider-Man und Co. blättert. Ein Gedanke, der ihn auf Schritt und Tritt verfolgen soll, bis er es letztendlich nicht mehr aushält und sich dazu entschließt, ein moderner Robin Hood zu werden. Das, was anfangs noch wie ein Spiel wirkt, wird schneller zur Realität als Dave lieb ist. Denn noch bevor er es selbst glauben kann, gerät er mit seinem Helden Alter-Ego „Kick Ass“ in das Fadenkreuz der New Yorker Mafia und da hört der Spaß dann auch auf. Rasch bemerkt „Kick Ass“ auf einem seiner halsbrecherischen Ausflüge, dass er nicht der einzige Rächer New Yorks ist. Denn als ihm durch Big Daddy (Nicolas Cage) und Hit-Girl (Chloe-Grace Moretz) der Allerwerteste gerettet wird, erscheinen zwei weitere maskierte Gestalten auf der Bildfläche. Plötzlich vermischt sich Daves Leben zu einem Strudel aus Angst, Gewalt und Intrigen.

Der Fuß in der Comic-Tür

Wie bereits in dem Film „Super - Shut Up Crime“ geht man mit „Kick-Ass“ erneut auf die Thematik: "Normalo wird Superheld" ein. Doch im Gegensatz zu seinem rivalisierenden Gegenstück, hat man mit „Kick-Ass“ das Fenster zur Comicwelt offen gelassen. So schafft man es hier auch auftretende Lächerlichkeiten, wie ein elf jähriges Mädchen, dass dreimal so alte Männer kalt macht, normal wirken zu lassen. Dass ist auch gut so, denn „Kick-Ass“ nimmt sich selbst nicht wirklich ernst. Zwischen herumspritzenden Lebenssäften, fliegen einem die makaberen Witze nur so um die Ohren. Hier macht sich besonders der hervorragende Cast bemerkbar. Jede Rolle wirkt wie auf den Leib des dazugehörigen Schauspielers geschneidert, so dass jeder seinen ganz eigenen Liebling unter dem Haufen verrückter Verbrechensbekämpfer findet. Wut, Trauer und eine Menge Spaß kommen dabei nicht zu knapp und lassen den Film zu keinem Moment langweilig wirken, und das ist schon eine gute Leistung bei einer knapp zweistündigen Comicverfilmung.

Trailer

Christopher

Fazit

Hier hat man wirklich alles in einem Paket! Humor in allen Formen und Farben. Tolle Darsteller. Eine treibende konstant Interessante sowie durchdachte Story und viele Momente der Marke: „Was zum Geier?!“ „Kick-Ass“ konnte mich bereits 2010 im Kino begeistern und das kann er auch heute auf der heimischen Couch noch. Wer bisher noch nicht in den Genuss dieser kleinen Perle gekommen ist, sollte nicht lange fackeln und ihn in den Warenkorb schmeißen. Für die Unentschlossenen gibt es ja auch noch die Videothek.

Für die Leute, die nach dem Anschauen noch nicht genug von „Kick-Ass“ und seinen Heldenkollegen bekommen können, dem empfehle ich die ebenfalls äußerst unterhaltsamen Comics zu Lesen. Zu guter Letzt: Die Dreharbeiten zum Sequel von „Kick-Ass“ sollen im Sommer beginnen!

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