Videospiele

Vorschau: Gravity Rush

System: PlayStation Vita | Genre: Action-Adventure | Erschienen am 15. Juni 2012 | Freigabe: ab 12 Jahren

Darf ich die Bekanntschaft machen? „Gravity Rush“, das sind die Leser von CouchCastle.de, Leser von CouchCastle.de, das ist mein persönlicher Kaufgrund für die PlayStation Vita.  Es ist noch gar nicht so lange her, als ich die ersten Schnappschüsse sah und sofort verzückt war. Der hübsche Cel-Shading-Look hatte es mir gleich angetan, ebenso die interessante Idee, in einer mysteriösen offenen Welt die Gesetze der Erdanziehungskraft nach meinem Belieben zu manipulieren. Und nachdem ich mir nun mit der Demo einen eigenen interaktiven Eindruck machen konnte, ist die Vorfreude nochmals gestiegen.

Wo bin ich?

Die Demo, in erster Linie ein sehr eingängiges Tutorial, startet plötzlich: Ein junges Mädchen befindet sich inmitten einer Stadt, ohne jeden Schimmer, wer sie ist und wo sie sich befindet. Einziger Anhaltspunkt, eine schwarze Katze, die das Mädel wortkarg, mit einem einfachen „Miau!“, dazu bemächtigt, der Schwerkraft zu trotzen. Dieser Dreh- und Angelpunkt des Gameplays sah in den Trailern stets sehr geschmeidig aus und tatsächlich waren meine stillen Zweifel unbegründet, dass sich die Steuerung dabei fummelig anfühlen könnte. Sie ist sehr intuitiv und geht sauber von der Hand: Mit der rechten Schultertaste beginnt die Unbekannte zu schweben, während mit dem rechten Analogstick ein gewünschter Punkt in der Spielwelt anvisiert und mit einem weiteren Klick auf die rechte Schultertaste zum Zielort wird. Wirklich toll und während man so an den Fassaden der vielen Gebäude längsläuft, fühlt man sich sofort an die kesse Hexe „Bayonetta“ erinnert. Mit der linken Schultertaste beugt sich die Protagonistin der Anziehungskraft übrigens wieder.

Trailer

3DS?

Viel von der Story erfährt man nicht in der Demo, um genau zu sein, so gut wie gar nichts. Aber ich war vom ersten Dialog im Comicstil derart verblüfft, dass ich mich noch einmal vergewissern musste, keinen 3DS in meinen Händen zu halten. Denn während einzelne Szenen in kleinen Fenstern erzählt werden, können diese per Bewegungssteuerung der Vita geschwenkt bzw. gekippt werden und es entsteht, dank verschiedener beweglicher Bildebenen, ein erstaunliches Tiefengefühl, ohne jede 3D-Technik.

Offene Fragen

Am Ende bleiben mehrere Fragen: Wird das Kampfsystem in der Vollversion mehr Möglichkeiten bieten? In der Demo lassen sich ein paar Standard- sowie ein Bossgegner mit einfachen Kicks, ob zu Boden oder aus der Luft, per Kasten-Taste vermöbeln. Das klappt hervorragend, eine gewisse Vielfalt wäre dennoch wünschenswert. Lassen Umgebung und Personen Interaktionen zu? Diese waren in der Demo leider noch nicht möglich, dabei möchte man am liebsten einen der vielen Passanten ansprechen oder schauen, was die Buden auf dem Marktplatz anzubieten haben. Kann die Handlung fesseln? Zum Ende der Demo versprechen ein paar Momentaufnahmen eine dichte Geschichte und auch ein weiteres junges Ding weckte meine Neugier, das von einem Raben scheinbar dieselben Antigravitationskräfte verliehen bekommen hat, die zudem noch steckbrieflich gesucht wird.

Benny

Ersteindruck:

Hervorragend! Je nachdem, wie gekonnt die Vollversion von "Gravity Rush" meine Fragen beantworten kann, könnte in wenigen Wochen bereits mein Spiel des Jahres erscheinen. Und nach der Demo bin ich auch sehr optimistisch, dass genau dieser Fall eintreten wird.

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