Musiktipp

Mutiny on the Bounty - Trials

Albumtitel: Trials | Genre: Indie-Post Rock | Label: Redfield Records

Elektrisch erzeugte Klänge treffen auf verträumte Gitarrenmusik und eingehendes Schlagzeuggehämmer. Doch halt, wer bereits hier aufhört weiter zu lesen, wird etwas verpassen! Dies ist nicht der Eröffnungssatz zum zehnten Elektrocore Artikel, den ich hier auf Couchcastle verfasse. Hier geht es um "Mutiny on the Bounty", eine Indie-Post Rock Band, die aus dem dem kleinen Luxemburg heraus in Euer Ohr gelangen möchte. Diesen Versuch starten sie mit ihrem zweiten Album „Trials“, das seit dem 27.4. auf dem Deutschen Plattenmarkt erhältlich ist. Ob dieser Versuch mit „Trials“ gelingt oder man doch lieber Geld in Ohropax investieren sollte, erfahrt Ihr, wenn Ihr dem Beitrag folgt.

Weniger Gesang mehr Töne

Beim ersten Mal Hören von „Trials“ fällt eines rasch auf: Die Band scheint nicht viel sagen zu müssen, um viel Gefühl mit ihrer Musik zu transportieren. Denn bloß in 7 Songs des insgesamt 12 Songs-schweren Albums, ist Gesang vorhanden. Negativ fällt dies allerdings keinesfalls in die Wertung, denn gerade die gesanglosen Songs dieses Albums wissen zu überzeugen. Die eingestreuten Elektroparts vermischen sich hervorragend mit dem Spiel der Band zu einem gefühlvollen Mix, der zum Träumen anregt. Hier werden die drei exzellenten Stimmen, der insgesamt aus 4 Mitgliedern bestehenden Band gar nicht vermisst.

Abwechslung ist das Zauberwort

Doch ganz ohne Stimme geht es eben auch bei "Mutiny on the Bounty" nicht. Songs wie „Fictions“ oder „For the men who had everything“ erinnern, auf eine dezente Art und Weise an die Zeiten der Band „Bloc Party“ und bringen sofort ein Hoch in die Gefühlswelt des zugeneigten Hörers. Abwechslung ist dabei ein großer Bestandteil von „Trials.“ Der Wechsel zwischen Höhen und Tiefen vermittelt hier sofort das Gefühl, jedes Mal tatsächlich einen neuen Song zu hören. Was meiner Meinung nach in letzter Zeit nicht mehr häufig der Fall ist.

„Artifacts“ ist die erste Auskopplung von „Trials“ und gibt bereits von vornherein ein sehr gutes Bild vom Album ab. Treibend, kraftvoll und irgendwie anders präsentiert man hier einen Einblick der zu überzeugen weiß. Auch in der Länge der Scheibe hat man es geschafft, über die Limbo Stange hinweg zu springen, anstatt unter dieser hindurch zu tänzeln. Knapp 50 Minuten beträgt die Laufzeit, die jedoch im Fluge vorbeizieht, während man gemütlich auf der Couch liegend dem Klang von "Mutiny on the Bounty" folgt.

Das Album "Trials" von "Mutiny on the "Bounty" ist seit dem 27.4.2012 erhältlich. Die CD erhaltet ihr für knapp 14 Euro im Handel. Geneigte Downloader dürfen das Album für günstige 10 Euro über Amazon.de oder Itunes beziehen.

Hörprobe

Christopher

Fazit

„Trials“ war für mich die erste Berührung mit der Band „Mutiny on the Bounty“ und ich bereue diese keinesfalls. Die Band schuf mit ihrem zweiten Album für mich persönlich einen Beitrag zum Frühling und wird sicherlich auch im Sommer noch die eine oder andere Feier beschallen. Wer bereit ist, über den Tellerrand seiner musikalischen Vorlieben zu schauen und sich auf Neues einzulassen, wird mit „Trials“ sicherlich keinen Fehlkauf machen.
Wir bedanken uns ganz herzlich bei Redfield Records für die Bereitstellung des Rezensionsexemplars.

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