Musiktipp

Ru.are

Albumtitel: Ru.are | Genre: Synth-Pop | Kostenloser Download

Ab und an steht mir ja der Sinn nach etwas Synthpop/Futurepop, braucht es doch nur einen guten neuen Song in der Richtung, um mich wieder für das Genre zu begeistern. Neulich hörte ich dann in den "Free Musik Charts" (http://www.darkerradio.com) den Titel "Halo" von der Band RU.ARE, der mir auf Anhieb gut gefallen hat.

Nach kurzer Recherche entdeckte ich, dass das Netlabel Synthematik das komplette Album 2010 veröffentlicht hat. Dieses steht unter einer Creative Commons Lizenz und ist daher als kostenloser Download erhältlich, kann aber auch gekauft werden, wenn Ihr die Künstler unterstützen wollt. Käufer werden mit zwei weiteren Remixen belohnt. Eigentlich genau das falsche Genre zum Frühlingsanfang, denn wir treffen hier auf die melancholische Kälte aus Karelien.

Ein feines Debüt-Album

Das Duo besteht aus dem Sänger Alex Odinstov und Anthony Repnikoff, dem Keyboard-Spieler und Programmierer. Tatsächlich haben sie wohl im Metalbereich angefangen, bevor sie in der Synthpop/Futurepop Schiene gelandet sind und nun stark an Bands wie Depeche Mode erinnern. Das selbstbetitelte Album besteht aus 9 Titeln und ist in 34:01 Minuten durchgehört.

Den Einstieg macht "Fontenblo", welcher mir persönlich von der Melodie und dem Gesang so gar nicht zusagt, wird aber von "Saviour" gefolgt, welcher, trotz etwas übertriebenem Echo in der Stimme, das Album für mich dann endlich startet. Die Stimme von Alex Odinstov klingt durchgehend sehr angenehm und geht mir spätestens, wenn die eingängige und schön melancholische Single "Halo" kommt, nicht mehr aus meinen Kopf. Die langsameren und genretypischen Lieder "Remembrance" und "My Lunacy", oder die Titel "Strange Games" und "Wings" schaffen es nicht ganz, meine Begeisterung aufrecht zu erhalten, da ich hier auf nicht all zu viele Überraschungen getroffen bin. Allerdings hört sich dennoch alles sehr schön stimmig an. "Far From Love" ist schön, dann aber dagegen sehr eingängig, wirft mich zurück in die melancholischen 80er Jahre und ist deshalb auch mein zweitliebster Song auf dem Album.

Hörprobe

Piet

Fazit

Als Ganzes betrachtet finde ich das Debüt schon sehr hörenswert, dürfte die klassischen Synthpop-, wie auch die Club-Gänger ansprechen - aber für mich stechen nur drei der insgesamt neun Titel wirklich heraus. An meine liebsten Synth- und Futurepop Interpreten wie "VNV Nation" oder "Assemblage23" kommen sie nicht ganz ran, da ich innerhalb der Songs immer auf einzelne Passagen treffe, die für mich nicht ganz funktionieren. Aber ab und zu höre ich das Album mittlerweile schon sehr gerne durch und möchte die beiden Musiker hier mal ein wenig unterstützen. Ich bin sehr gespannt auf die nächsten Werke der beiden.

Download-Links unter http://synthematik.net/releases/sntk-dig-09-ruare-ruare-2010/

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